Abtauchen unter die Erde

Posted by on 4. April 2013

4.4.2013

Die zweite Nacht in Göreme war deutlich wärmer. Heute erwache ich ohne Frostbeulen, dafür wehte die ganze Nacht hindurch ein orkanartiger Wind sodass man Angst haben musste, einem würde das Zelt über dem Kopf weggeblasen. Durch den vom Wind verursachten Lärm sind wir wieder früh auf den Beinen. Heute wollen wir unbedingt eine der unterirdischen Städte sehen, von denen es hier in Kappodokien gleich mehrere gibt. Sie entstanden vermutlich vor ca. 3000 Jahren, wurden dann immer weiter ausgebaut und mehrheitlich von Christen als Rückzugsort vor Überfällen genutzt. Wir fahren nack Kaymakli wo sich die grösste dieser Städte befindet. Die Stadt ist wirklich sehr beeindruckend. Sie ist komplett in den Fels gehauen und erstreckt sich über 8 Stockwerke.

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Ein Wohnzimmer in der unterirdischen Stadt

Küchen, Kirchen, Lagerräume und Wohnräume sind über enge Tunnels miteinander verbunden. Mit unserer Motorradkleidung bleiben wir in einigen Passagen beinahe stecken. Die ganze Anlage ist äusserst beeindrucken. Schätzungen zufolge haben einstmals 3‘000 – 15‘000 Leute diese unterirdische Stadt bewohnt.

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Labyrinth in der Unterwelt

Auf dem Nachhauseweg gehen wir einkaufen. Wir wollen unser erstes Menu auf unserem Benzinkocher zubereiten: Pasta mit Tomatensauce. Nach dem Einkauf steht noch der Reifenwechsel bei meinem Hinterreifen an. Da der alte Reifen immer noch etwas Restprofil hat mache ich noch einige Burnouts. Resteverwertung sozusagen. Der Reifenwechsel gestaltet sich schwieriger als angenommen. Es fliessen Schweiss und Blut.

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Endlich ist der Sch…. Reifen von der Felge. Noch schwieriger war dann allerdings den neuen Reifen wieder auf die Felge zu bringen.

Schliesslich ist der neue Reifen aber endlich auf der Felge. Ein Grund für ein Bier zum Anstossen auf den Erfolg. Auf die Frage wo wir den alten Reifen entsorgen können antwortet der Campingbesitzer wir sollen ihn in den Pool schmeissen. Tatsächlich schwimmen in einer dunkelbraunen Brühe unter vielem anderen, ich beschreibe das besser nicht weiter, auch diverse Reifen. Gesagt getan und so fliegt der alte Reifen in den Pool. Nach dem Abendessen welches übrigens vorzüglich schmeckte beenden wir den ersten Teil unserer Movieserie. Ein Blockbuster! Veröffentlichung folgt voraussichtlich in den nächsten Tagen.

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Mmmmh. Was gibts feineres?

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