All inklusiv

Posted by on 26. March 2013

Kemer diese knapp 20’000 Menschen zählende Stadt ist der Inbegriff der türkischen Riviera. Steile Felsen im Rücken, türkises Meer im Blick und all inklusiv Hotels in en masse. Es gibt Dinge im Leben die muss man erlebt haben. Auf meiner Agenda sind da zum Beispiel eine Kreuzfahrt, oder ein all inklusiv Hotel. Die Vorstellung unbeschränkt zu essen und zu trinken und dabei nichts zu tun hat es mir schon immer angetan. Und so bin ich voller Vorfreude in diese Woche all inklusiv gestartet. Für dieses Highlight haben wir uns nicht lumpen lassen und sind ins Bona Dea Lims Hotel eingecheckt. Für 20 CHF pro Nacht und allen Mahlzeiten und Getränken inklusive, wollen wir uns entspannen.

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Wo sind die Sterne hin?

Das 4 Sternhotel ist aufgebaut wie eine Einkaufsalle und versprüht auch deren Charme. Da hats den Hauptkorridor mit diversen Shops und um diesen Hof geht es vierstöckig in die Höhe. Der Speisesaal erinnert stark an eine schlecht beleuchtete Bahnhofsunterführung und riecht auch ähnlich. Die im Prospekt sehr schöne Wasserrutsche ist leider noch nicht eröffnet. Das Fitnesscenter besteht aus einer maroden Gewichtsmaschine, einem knarzenden Stepper kurz vor dem Exitus und einem Kinderlaufband.

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Viktor Röthlin beim Training

Das wichtigste im Hotel Lims Bona Dea Beach Hotel sind natürlich die Essenzeiten und die werden einem bei Eintritt schriftlich mitgeteilt. Da wäre das Frühstücksbuffet mit doch reichlich Auswahl und ansprechender Qualität. Um 12.30 Uhr geht es weiter mit dem Mittagsbuffet, welches in den Grundpfeilern identisch ist mit dem Abendessenbuffet, welches um 19 Uhr startet. Die Tea-Time um 17 Uhr lassen wir mal aussen vor (Grosse Schüssel mit staubtrockenen Keksen für alle). Was am Mittags- und Abendessen positiv herausgehoben werden muss ist das Salatbuffet, dieses lässt eine einigermassen gesunde Ernährung zu. Hauptgänge sind gelinde gesagt für die Katz. Es gibt immer Pommes, Spaghetti, Meatballs (auch bekannt als gewürzte Schlachtabfälle), Chicken, Gemüsegratin mit Spiegeleier überbacken. Und so machen wir uns Tag für Tag auf eine neue Kombination aus den oben genannten Variabeln zusammenzustellen. Der all inklusiv Gast ist eine spezielle Spezies. Da gib es zum Beispiel die Truppe, welche pro Person einen kompletten Brotlaib fasst. Anschliessend wird sorgfältig das weiche Innere des Brotes herausgepuhlt und auf den Tisch geknallt. Die Brotrinde wird zur Hälfte verspiesen, der Rest bleibt liegen. Da gib es die kleinen dicken Kinder, welche sich Gelatine Pudding schöpfen, dass es kracht. Um dann in aller Ruhe das kleine Sahnehäubchen obendrauf abzuschlecken. Der Rest wandert in den Müll. Modisch ist es auch durchzogen, Männer kommen vorzugsweise im Trainer, während Frauen raus geputzt auf 20 cm Absätzen ans Buffet wackeln.

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Kleiner Apero von Unbekannt vor unserer Tür

Aber nun back to Business. Da Servicearbeiten fällig werden und wir Zeit haben sind wir zur Motorradverleihung Aslanko gegangen. Diese führt etwa 50 Verleihmotorräder vom Typ Yamaha und hat eine eigene Werkstatt. Die zwei Herren waren sehr hilfreich und so wurden zwei Kettensätze bestellt. Im Regal lagerten noch Reifen und da wir lieber neue Reifen vor der endlosen Weite des Osten aufziehen, waren schnell noch zwei paar Reifen gekauft. Jetzt heisst es warten bis Donnerstag um dann gibt es neue Ketten, Reifen und Öl. In der Zwischenzeit habe wir schon mal optisches Tuning betrieben und sind sie für 10 TL (5CHF) waschen gegangen.

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Waschen immer mit viel Sapon!

Nächster Programmpunkt wäre Abendessen in einer Stunde. En Gute.

 

One Response to All inklusiv

  1. arthopper

    Mmmmh lecker… Ich denke, da werdet ihr wohl die gefürchteten kilos kaum ansetzen. Ich habe da auch meine erfahrung gemacht mit den sternen. Je weiter es nach osten geht, desto mehr ist das interpreationssache…

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