Kroatien bis Albanien

Posted by on 6. March 2013

4.3.2013

Brrrrr. Diese Nacht war mehr als kalt. Eine Heizung gab es nicht im Hotel und die Bettdecken hatten die Dicke von Papierservietten. Ich habe das Gefühl kein Auge zu getan zu haben. Umso grösser der Frust am Morgen als ich den Schrank öffne und darin diverse Wolldecken vorfinde… tja selber schuld. Obwohl ich den Verdacht nicht loswerde dass die tiefe Zimmertemperatur mit dem Gefummle von Raphi an der Klimaanlage in Zusammenhang stehen…
Nach einem Frühstück im Hotel starten wir unsere Motoren und folgen der Küste Südwärts bis nach Split. Dort angekommen besuchen wir die lokale Yamaha Niederlassung um Ersatz für Raphis verlorengegangenen Kettenspanner zu sorgen. Gegen Abend erreichen wir Makarska wo wir ein schönes Hotel direkt am Meer beziehen.

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Sicht vom Hotelfenster aus in Makarska

5.3.2013

Am nächsten Tag gings von Makarska weiter die wunderschöne kroatische Küste runter Richtung Dubrovnik. Kein Verkehr und herrliches Wetter machen richtig Freude am Töfffahren. Kurz vor Dubrovnik führt die Strasse über bosnisches Territorium, dann aber wieder zurück auf kroatischen Boden. Dies bedeutet zweifachen Grenzübertritt. Die Grenzkontrolle wird komplizierter. Neben Identitätskarte, Führerausweis und Fahrzeugausweis wird jetzt auch noch die Versicherungskarte des Motorrades überprüft. Kein Zöllner hat bisher aber bemerkt dass ich jeweils nur eine laminierte Kopie des Fahrzeugausweises vorgelegt habe. Schliesslich erreichen wir gegen Mittag Dubrovnik, entscheiden uns aber weiterzufahren, da wir beide hungrig sind und der Hauptteil Dubrovniks verkehrsfreie Zone ist – nichts für uns. Wenig später passieren wir die Grenze zu Montenegro und werden nahe der Grenze freundlich in einem Biker Restaurant empfangen. Wir vertilgen eine riesige Grillplatte und staunen dann über den Preis: Für die ganze Platte inkl. zwei Getränken bezahlen Raphi und ich zusammen 16 Euro. Die vollen Bäuche machen müde und so entscheiden wir uns heute nicht mehr allzu weit weiterzufahren und buchen ein Hotel in Tivat.

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Raphi beim anstehen am Zoll zu Montenegro

6.3.2013

Heute führt uns die vom GPS angegebene Route über kleine Landstrassen in Richtung Albanische Grenze. Das Leben im Landesinnern von Montenegro zeigt sich von einer ganz anderen Seite als an der Küste. Das bevorzugte Verkehrsmittel ist da noch Ross und Wagen. Dies ändert sich schlagartig nachdem wir die Grenze zu Albanien überquert haben. Es scheint als sei die einizig akzeptierte Automarke Mercedes. Die Menschen da definieren sich einzig über die Automarke. Dabei spielt es keine Rolle wie übel der Mercedes in Form ist solange der Stern auf der Haube sitzt. Dabei ist diese Autowahl bei den in Albanien herrschenden Strassenverhältnissen mehr als fraglich. Da der verchromte Auspuff den Asphalt streifen könnte wenn man zu schnell über eine Bodenunebenheit fährt bilden sich vor jedem Schlagloch (und von diesen gibt es mehr als genug in Albanien) Staus. Auch die Rücksichtnahme auf andere Verkehrsteilnehmer ist minimal bis nicht vorhanden, woraus sich auch die unzähligen Grabstellen am Strassenrand erklären. Wie dem auch sei, wir sind froh als wir unversehrt Fier erreichen wo wir ein 4 Sterne Hotel mit bewachtem Parking beziehen.

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