One small step for man, one giant leap for mankind

Posted by on 12. December 2013

Es hiess Abschiednehmen von der geliebten I-10. Kurz vor Jacksonville Florida bogen wir in die 95ger Richtung Süden ein. Die Temperaturen waren mittlerweile auf 30 Grad gestiegen, als wir in Daytona Beach unser Nachtquartier bezogen. Mit Florida hatte sich auch das Durchschnittsalter drastisch verändert. Wir sind im Schnitt wahrscheinlich die jüngsten Gesellen in diesem Rentnerparadis.
Weiter im Süden befindet sich das Kennedy Space Center auf Cape Caneveral. Ein riesiges Besuchercenter entführt einem in die Unendlichkeit des Alls. Im Rocketgarden bestaunten wir die ersten Raketen der Amerikaner im Bestreben das All zu erobern. Dabei handelte es sich um nichts anderes als militärische Interkontinetalraketen, welche anstelle eines Sprengkopfes eine kleine Personenkapsel hatten. 1:1 Modelle der Kapseln lassen einem hautnah fühlen wie beengend das Ganze war.

image

Rocketgarden

In einem grossen Hangar schauten wir eine Präsentation über das Spaceshuttleprogram. Typisch amerikanisch war das ganze mit viel Pathos inszeniert. Am Ende der Präsentation öffnete sich die Hangartore und gab den Blick frei auf das originale Spaceshuttle Atlantis. Wow!

image

Original Spaceshuttle Atlantis

Eine sehr gute Austellung lässt einem in Modellen der International Raumstation herum kriechen, im Cockpit des Shuttles platznehmen und vieles mehr. Als Höhepunkt gibts einen Raketenstartsimulator. Für 5 Minuten lang fühlte man sich wie ein richtiger Astronaut auf dem Weg ins All. Mit dem Shuttlebus fuhren wir über das riesige Gelände und guckten uns unter anderem die originale Abschussrampe des Apollo Mondprograms an.

image

Abschussrampe des Apolloprogrames

Die Raketen und Spaceshuttles werden seit jeher mittels eines riesigen Raupenfahrzeuges aus der Montagehalle kilometerweit zu den Abschussrampen gefahren.

image

Montagehalle - Grösstes einstöckiges Gebäude der Welt

Der nächster Halt war die originale Kommandozentrale von wo aus die unzähligen Raketen gestartet wurden.

image

Gestartet wurde in Florida, der Rest wurde aus Houston Texas geleitet

In einer riesigen Halle hinter der Kommandozentrale befindet sich eine komplette Saturn V Rakete, welche die Eroberung des Mondes möglich machte. Eindrücklich dieses Wunderwerk der Technik.

image

Gigantisch

Eine weitere sehr gute Präsentation widmete sich der eigentlichen Mondlandung inklusiv von der Decke schwebende Mondlandefähre Eagle. Mit Ehrfurcht und Stolz betrachteten wir die Erde von der Ferne, im Wissen diese soeben selbst umrundet zu haben.

image

Die Erde

Wir liesen Miami links liegen und machten uns auf in die Florida Keys. Ein Serie von Insel verbunden durch Brücken inmitten des Oceans. In Key Largo buchten wir einen Fishing Trip und fingen zahlreiche kleine Fische.

image

Satter Pelikan

Am nächsten Tag gings raus aufs Meer tauchen. Die Wellen waren doch beachtlich und einen Tauchguide gabs auch nicht. Zum Glück sind wir ja sehr erfahrene Taucher. Der Captain war kurz irritiert als wir keine Tauchuhr präsentieren konnten. How do you guys dive?! Nun ja wir dachten, das wir tauchen bis wir einfach keine Luft mehr haben. Zum Glück konnte der Matrose mit seiner Tauchuhr, welche wir nicht bedienen konnten, aushelfen. Und so sprangen wir ganz alleine ins Unterwassservergnügen und tauchten bis wir keine Luft mehr hatten. Kiemenfisch Daniel verbrauchte praktisch keine Luft, wärend ich schon früh in den roten Bereich kam.

image

Halb Mensch, halb Fisch

Der erste Tauchgang war aufgrund einer etwas eingeschränkter Sicht nicht so der Hit, der Zweite hatte es aber in sich. Bei bester Sicht tauchten wir entlang eines schönen Riffs und sahen drei Schildkröten, ein Stachelrochen, ein Haifisch und viele grosse Barracudas. Mühelos und wie auf dem Serviertablett. Faszinierend schön!
Am nächsten Tag fuhren wir in den südlichsten Spitz genannt Key West. Aufgrund der Hitze und der vielen Leute blieben wir nur kurz und kehrten nach Islamodora im Norden zurück.

image

90 Meilen nach Kuba... Kein Wunder sprechen alle spanisch

Es kam wie es kommen musste. Die letzen 100 Kilometer auf Miami standen auf dem Program. Letztes mal Gepäck aufladen, Zündung an und los gings. Wir bezogen Quartier im Airport Motel in Miami und machten die notwendigen Formulare für die Verschiffung fertig und bauten das Gepäck um.

image

Modischer Rollkoffer aus dem Walmart

Der nächste Tag begann mit einem herzhaften Frühstuck im Denny’s.

image

A hearty breakfast sausage...

Anschliessend gings zu AIS Shipment, wo wir unsere Motorräder kurz und schmerzlos abgaben.

image

Endstation

Nach exakt 37’091 Kilometer rund um die Welt hiess es “The eagle has landed!” Unsere Reise mag zwar nur ein kleiner Schritt für die Menschheit gewesen sein, dafür ein riesen Sprung für uns!

image

RvsZ

Leave a Reply