Marlboro Country

Posted by on 12. November 2013

Daniel hatte seine Lehren aus dem Lumbarjack Frückstücks Debakel gezogen und bestellte sich an diesem schönen Morgen ein paar Eier mit Speck. Und zu unserer grossen Überraschung kam eine für amerikanische Verhältnisse wahrlich kleine Portion.

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Noch ein Novum – Eis auf dem Sattel

Ein grosser Tag wartete auf uns. Nicht nur wollten wir 650 Kilometer bis nach Flagstaff fahren. Unterwegs wollten wir auch noch den Grand Canyon anschauen. Mit hoher Geschwindigkeit gings flott in den Süden. Immer wieder irritierend auf amerikanischen Strassen ist, dass wenn man mit 120km/h dahin gleitet, man immer noch regelmässig von Lastwagen überholt wird.

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Herzig ist nur die Aufschrift

Zwar sehen wir keine Unfälle mit Lastwagen, jedoch häufig Autos, welche im Kraut stehen, weil sie eine leichte Kurve auf diesen schnurgraden Strassen, verpasst haben. Im Unterschied zu Sibieren, wo die Strassen auch gerade sind, gibt es in Amerika meist etwas zu sehen. Wir fuhren durch den Monument Vally Park der Navajo Indianer. Cowboy Country pur.

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 Marlboro Man

Die zügige Fahrweise zahlte sich aus und Punkt 14 Uhr passierten wir den Eingang zum Grand Canyon Nationalpark. Dank unserer Memberkarte sparten wir wiedermal satte 24$. Nach so viel Gestein und Canyons der letzten Tage, hatte es der Grand Canyon schwer. Imposant ist er zweifelsohne, aber schön ist anderst. Wir guckten brav von den Aussichtsposten und machten ein paar Fotos. Richtig warm wurden wir jedoch nicht. Vielleicht waren wir schon zu müde oder schlichtwegs übersättigt.

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20 km breit und 2 km tief – Grand Canyon

Mein Motorrad hatte seit wenigen Tagen begonnen Öl aus dem Lichtmaschinestopfen zu verlieren. Nicht viel, aber trotzdem unschön. Mithilfe einer Münze wurde der Deckel abgeschraubt und der O-Ring darunter gesäubert, alles wieder aufgeschraubt und das Problem war gelöst. Schön wenns so einfach geht.

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Kurzzeitig fuhren wir sogar die Route 66

Daniel plagten derweilen ganz andere Probleme. Sein Hinterreifen baute extrem schnell ab und nach nun über 6000 Kilometer in Nordamerika scheint sein Ende gekommen zu sein. In Phoenix machen wir uns auf die Suche nach einem 17 Zoll Hinterreifen und werden beim Hondahändler fündig. Für 100$ gibts einen neuen Reifen inklusiv Montage. Problem gelöst.

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Honda North Valley Phoenix

Bei sehr heissen 30 Grad fuhren wir nach Yuma direkt an der mexikanischen Grenze. Da uns nach Fleisch war, hatte Daniel wiedereinmal zielsicher das teuerste Steakhouse von Yuma anvisiert. Nicht so teuer wie in San Francisco, aber immernoch stattlich. Das 26 oz Porterhouse Steak konnte zwar dem T-Bone aus San Francisco nicht das Wasser reichen, gut war es allemal. Nächstes Ziel ist die Baja California. Dort findet nämlich demnächst die berühmte Rally “Baja 1000″ statt und das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

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