Gestein

Posted by on 9. November 2013

Las Vegas. Eine verrückte Stadt mit riesigen Kontrasten. Nirgends leuchtet und glitzert das Elend schöner, als in der Stadt der gescheiterten Träume. Viva Las Vegas Baby und weg waren wir. Das Tagesziel war der Ursprung dieser Millionenstadt in der Wüste. Dank dem Hooverdamm, welcher 1935 erbaut wurde, konnte Las Vegas zu dem werden, was es heute ist.

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Hoover Damm - Ein imposantes Stück Ingenieurkunst

Auf eine Besichtigung des Innenleben des Dammes verzichteten wir. Viel zu teuer und wir hatten keine Lust dem Securitypersonal zu erklären, warum wir einen Pfefferspray für die Besichtigung brauchen.
Überteuert gings weiter via dem Scenic Drive entlang des Lake Mead für 10$ pro Motorrad. Da haben wir schon Schöneres für einiges weniger gesehen. Wir verliessen Nevada, schnitten kurz Arizona, liessen den Grand Canyon links liegen und fuhren in Utha ein. In St. George bezogen wir Quartier im Motel 6. Abendessen gabs im japanischen Sakuraut Steakhaus. Dieses hatte es in sich. Man hockt im Halbkreis um eine grosse Grillplatte, an welcher ein japanischer Chef mit viel Show und Feuer Steak, Gemüse, Nudel und Reis zubereitete. Als Dessert spickte der Chef ein Stückchen Shrimp von der Kelle in den Mund des Gastes. Sensationell. Leider war ich der einzige des Tisches, welcher das Stück nicht schnappen konnte. Was für eine Schmach.

Am nächsten Morgen assen wir Frühstück im Denny’s. Daniel bestellte sich ein Lumberjack Frühstück und war ab der riesigen Menge ganz entgeistert. Nun ja so ein Holzfäller hat halt schon Appetit. Gestärkt oder auch geschwächt von dieser herzhaften Mahlzeit erreichten wir den Zion Nationalpark. Beim freundlichen Ranger lösten wir den Nationalpark Jahrespass. Gültig für zwei Motorräder für 80$. Sehr empfehlenswert, wenn man mehrere Parks besucht.

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Zion National Park

Durch wunderschöne Felsformationen gings Richtung Osten. Die Temperatur wurde merklich frischer und wir nahmen ständig an Höhe zu.

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Das Schild wird schon seine Berechtigung haben…

Am frühen Nachmittag erreichte wir die Perle aller Canyons. Den Bryce Canyon. Unerreicht sind diese filigranen Säulen angeordnet in einem riesigen Amphiteather.

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Atemberaubend

In Cannonville wohnen 164 Einwohner, Telefonempfang hat es keinen, dafür ein Motel mit kleinem Shop. Aus Mangel an Restaurants in diesem Nest, kauften wir uns eine Tiefkühlpizza und liessen sie im Shop aufbachen.

Der nächste Tag brachte noch kühlere Temperaturen und Pässe bis zu 3000 Meter über Meer. Wir fuhren fröstelnd und zügig durch den Capitol Reef Nationalpark. Dank unserer Nationalpark-Memberkarte sparten wir 10$. Echte Sparfüchse. Daniel bemerkte, dass mein Rücklicht flackerte. Das schreit nach Defekt und grosser Reparatur.

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Grosse Operation für ein kleines Problem

Die Diagnose des Problems war ein Wackler im eingegossen Stromkabel in der Fassung des Rücklichts. Therapie der Wahl ist die Durchtrennung des betroffen Kabels. Somit fällt zwar das Rücklicht aus, jedoch werden Folgeprobleme, wie Kurzschlüsse, vermieden. Das wichtige Bremslicht funktioniert nach wie vor tadellos.

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Geglückte Operation

Unser dichtes Nationalpark Sightseeing-Program sah heute den Canyonland und den Arches Nationalpark vor. Um dieses ambitionierte Program zu bestehen, gings erstmals frühstücken in ein Truckerstop.  Nach einem Hackfleischsteak, zwei Spiegeleier, Rösti und Toast konnte es losgehen. Canyonland ist der Zusammenfluss des Green und Colorado Rivers. Diese zwei Flüsse haben über die Zeit riesige Canyons ins Land gefräst.

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Canyonland

Der Arches Nationalpark hat eine beeindruckende Anzahl Felsbrücken zu bieten. Die meisten via kleinere Spaziergänge zu erreichen. Nicht optimal mit der ganzen Motorradkluft, aber die Bewegung tat uns ganz gut.

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Turett Arch

Morgen geht es in Richtung des König aller Canyons. The Grand Canyon.

 

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