Viva Las Vegas

Posted by on 6. November 2013

Die Klimazonen in den USA kennen kein Erbarmen und geben keine Zeit zur Akklimatisierung. Von den bewaldeten und schneebedeckten Höhen des Yosemite National Parks geht’s quasi nahtlos über in eine staubtrockene Wüste. Dieser Tatsache noch nicht ganz bewusst fahren wir in Fresno los in Richtung Death Valley. Da eine Passstrasse wegen Schneefalls bereits geschlossen ist bedeutet dies für uns einen ziemlichen Umweg. Kaum losgefahren, wird das Landschaftsbild immer trockener und die Umgebungstemperatur schnellt dafür in die Höhe. Unter der Motorradjacke tragen wir aus Gewohnheit der letzten Wochen immer noch die maximale Wärmedämmung, sprich Thermounterwäsche in Kombination mit einer dicken Fliesjacke.

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Langsam wird’s warm

Bald einmal fühle ich mich wie im eigenen Saft geschmort und muss mich der Fliesjacke entledigen. Als wir am Abend quasi vor den Toren des Death Valley National Parks stehen und nach einer Unterkunft suchen stellt sich uns das Problem der Suche nach einer Unterkunft. Zwar sehen wir gleich drei Motels direkt an unserer Strasse aber eines sieht ausladender aus als das nächste. Schlussendlich beschliessen wir unser Glück beim Motel Ranch. Raphi übersieht das Schild „Please ring the bell“ direkt unter dem Schild „Office“ und steht so direkt im Wohnzimmer der Besitzerfamilie. Immerhin ist jemand zuhause, denn andere Gäste hat es hier bestimmt nicht. Der Besitzer bestätigt uns dass das Motel trotz dessen verlotterten Erscheinungsbild noch in Betrieb ist und nennt nebenbei auch seinen Preis: $79. Für ein Motelzimmer mit zugenagelten Fenstern doch reichlich viel. Wahl haben wir trotzdem keine und verbringen die Nacht im wohl überteuertesten Motel der Welt.

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Motel Range

Am nächsten Tag nehmen wir die letzten Kilometer ins Death Valley unter die Räder. Obwohl es mittlerweile November ist, ist es drückend heiss. Vegetation ist beinahe keine mehr vorhanden, dafür gibt’s ausgedehnte Salzseen, bizarre Felsformationen und sogar Sanddünen. Der Name des Tales ist Programm. Wir können nur erahnen wie heiss es hier im Sommer wohl werden kann. Ein Tal, welches man unmotorisiert nicht durchqueren möchte. Und doch wurden hier bereits Mitte des 19. Jahrhunderts seltene Mineralien abgebaut und mit Hilfe von Maultieren abtransportiert. Nachdem wir auch den tiefsten Punkt des Tales, welcher 85 Meter unterhalb der Meeresoberfläche liegt besucht haben, verlassen wir das Death Valley in Richtung Las Vegas.

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Da geht keiner freiwillig durch

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So wurden vor 150 Jahren die gewonnen Mineralien per Maultierzug abtransportiert

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wir die Stadt des Glückspieles und der Verschwendung dann auch. Waaahnsinn!! Fest nach dem Grundsatz „what happens in Vegas, stays in Vegas“ kann ich euch über die folgenden drei Tage leider keine Auskunft geben. Nein natürlich waren wir wie immer anständig. Wir besuchten am ersten Abend die Harley Davidson Bar und beschlossen bald auf diesen Bike-Typ umzusteigen.

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Viiiivaaa Las Vegas

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Das neue Traumbike

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Die Traumwelt von Las Vegas

Ein Muss in Vegas ist auch der Besuch einer Magic Show. Wir buchten uns Tickets für Jan Rouvens Show „Illusion“, quasi David Copperfield für Arme. Der deutsche Magier brachte uns aber mächtig ins Staunen und war zum Schluss sogar bereit ein Foto mit Raphi zu machen. Inspiriert durch die Show machten wir uns anschliessend daran selber Zaubertricks zu lernen. Freut euch also auf den nächsten Teil unserer Filmserie inkl. eigenen Zaubertricks!

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RvsZ meets Jan Rouven

Ein weiteres Highlite unseres Besuchs in Vegas war ein Diner im berühmten Bellagio all you can eat Buffet. Ich verfluche mich jetzt noch für den letzten Dessertteller, der vorletzte war eigentlich nämlich auch schon zu viel. Das wichtigste in Vegas ist natürlich ein Besuch in einem der tausenden von Casinos. Stolz können wir beide von uns behaupten dass wir die Casinos mit mehr Geld verlassen haben als beim Betreten. Insgesamt satte $3.50 !!! Jeder fängt mal klein an. Dafür sind unsere Bäuche nach dem Bellagio umso grösser.

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Koberind, Sushi, Krabben und alles was das Herz begehrt beim Buffet im Bellagio

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