The bigger the better

Posted by on 1. November 2013

Manche werden sich fragen, “Wo steckt Daniel?” Daniel ist aktuell mit dem Schneiden des dritten Teils des Filmes beschäftigt. Desshalb eine kurze Wortmeldung meinerseits. Wir hatten ja circa 200 Meilen vor San Francisco in ein schmuckes Motel eingecheckt. Dort traffen wir ein Schweizer Pärchen, welches mit dem Velo die Panamerika von Norden nach Süden durchfährt.  The One (Highway 1) ist ein beliebtes Ziel bei Veloreisenden und ist stellenweise sogar mit Velostreifen ausgestattet. Nachtessen gabs in Denny’s, einer klassischen amerikanischen Dinnerkette. Mein Cheeseburger mit Salat und der klassische Schoko-Milchshake dazu, kamen laut Denny’s Kalorienchart auf über 3000 Kalorien.

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Land of plenty

Ich verlies das Lokal kugelrund und mit dem festen Vorsatz am folgenden Tag zu fasten. Der Vorsatz endete Punkt 13 Uhr am nächsten Tag mit einem Hotdog. Nach den vorgängig sehr gemütlichen Tagen auf Nebenstrassen war der Freeway Richtung San Francisco mit seinen 6 Spuren eine echte Herausforderung. Und plötzlich steht sie vor uns im glänzenden Sonnenschein, die Golden Gate Bridge.

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Golden Gate Bridge

Mit Stolz und Ehrfurcht schiessen wir wunderschöne Erinnerungsfotos aus allen Perspektiven, bevor wir über dieses grandiose Bauwerk mit den eigenen Rädern rollen. Unser Motel in San Francisco war teuer, für den Preis gabs aber auch eine Tiefgarage. Diese lernten wir sehr zu schätzen, als wir unser Weg durch dubiose Gestalten zum Motel vor kämpften. Der Hunger trieb uns ins berühmte Chinatown-Quartier und endete mit einem leckeren chinesischen Vier-Gang-Menue. Mein Glückskeks sagte: Luck will find you!  Hats das nicht schon lange!?
The Rock ist ein amerikanischer Profiwrestler, welchen ich immer gerne im TV geschaut habe. “Smell what the Rock is cooking” war sein Markenspruch gefolgt von seinem “Peoples Ellbow”  in den Brustkorb des Gegners. Superspannende Überleitung! The Rock ist aber auch der Übernamen für die berühmt berüchtigte Gefängnisinsel Alcatraz.

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Alcatraz in der San Francisco Bay

 

Mittels einer sehr guten Audiotour marschierten wir durch das ehemalige Gefängniss und lernten so einiges.  Mit uns geschätzte 10 Millionen Mittouristen. Und so trampelten wir uns in den bedrückend kleinen Zellen auf den Füssen herum, während wir den original Stimmen ehemaliger Wärter und Insassen lauschten.

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Fluchtversuch 1962 von Frank Morris durch den Lüftungsschacht

Mit dem Boot gings vom einten Rummelplatz zum nächsten. Fishermans Wharf ist neben der Golden Gate Bridge, Chinatown und den Cabelcars eine der Hauptattraktion in San Francisco. Am Spannendsten fand ich die vielen Seelöwen, welche faul am Pier rumlagen. Die Zauber- und Comedyshow von Frisco Fred wiederum, war weder spannend noch lustig.

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Frisco Fred in Action

Ich äusserte den Wunsch auf ein herzhaftes Steak als Abendessen und Daniel suchte mithilfe von Tripadvisor zielsicher eines der teuersten Steakhäuser der Region aus. Das T-Bone Steak war wahrscheinlich jedoch das beste Steak, welches ich je gegessen habe.

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Man gönnt sich ja bekanntlich sonst nichts…

Zwei Tage Grossstadt reichen, um einen daran zu erinnern, warum man Grossstädte nicht mag.  Flott gings ins Landesinnere in Richtung Yosemite Nationalpark.  Leider war die West-Ost Verbindung durch den Yosemite bereits wegen Schnee gesperrt. Die Nord-Süd Route jedoch noch offen. Wir durchquerten ein Teil des durch den grossen Waldbrand vom 17. August 2013 zerstörten Teil. Diese Feuer wurde erst vor wenigen Tagen fertig gelöscht und zerstörte eine Fläche von mehr als 1000 km2.

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Verbrannte Erde so weit das Auge reicht

Bald wurde die Landschaft wieder grüner und herbstlich goldig, als wir  das Yosemite Vally mit seinen beeindruckenden Felsformationen erreichten.

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Yosemite Vally mit El Capitan Felsen links

Am südlichsten Spitz steht der grösste Baum der Erde – The Grizzly Giant (Volumen gerechnet). Überall lag doch massig Schnee im  und die Temperaturen waren grenzwertig.

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The GrizzlyGiant – Man beachte den Ast, welcher rechts weg geht mit einem Durchmesser von circa 2 Metern

Umso überraschter waren wir als wir 50 Meilen südlich des Parkes durch dürres Steppenland fuhren und in unserer Ausrüstung zu schwitzen anfingen.

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Heiss und trocken

Schluss war in Fresno. Abendessen gabs wiedermal im Denny’s, diesesmal  -oh Wunder- jedoch nur einen Salat.

 

Ps Daniel war sehr fleissig! Der dritte Teil des Filmes kommt in Kürze…

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