Awesome

Posted by on 29. October 2013

Kurve um Kurve schraubten wir uns  höher, während die Schnee- und Eisfelder am Strassenrand stetig grösser wurden . Nach 1 Stunde Fahrt erreichten wir den Kraterrand und blickten in ein Blau, welches perfekter nicht sein könnte. Wir befanden uns auf 2000 Meter über Meer auf dem Kraterrand des ehemaligen Mount Mazama. Dieser Vulkan hatte sich vor 7700 Jahren entschlossen seine Spitze wegzusprengen. Zurück blieb ein grosses Loch, welches sich langsam mit Wasser füllte. Es entstand einer der klarsten Seen mit einer spiegelgleichen Wasseroberfläche und einem schon beinahe hypnotischen Blau.

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Crater Lake Oregon

In der Mitte erhebt sich eine Minivulkan, genannt Wizard Island. Im Sommer führt eine Strasse dem Kraterrand entlang rund um den See um diese Naturspektakel von allen Seiten betrachten zu können. Aufgrund der doch schon fortgeschrittenen Jahreszeit war bei unserem Besuch nur noch circa 1/3 der Strasse offen. Wir filmten und knipsten was die Kameras hergaben, immer mit der Gewissheit, dass sich diese Schönheit nie auf Film bannen lässt.

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Wizard Island Crater Lake Oregon

Nach insgesamt 200 Kilometer stoppten wir in einem Motel in Grants Pass. Auf dem Motelparkplatz wuschen wir fachmännisch die Luftfilter mit Benzin aus und ölten sie anschliessend kräftig ein. Abendessen gabs Pasta und Bier, wobei das Bier selbstverständlich nur gegen vorweisen der ID serviert wurde. Im Walmart hängt sogar ein Schild, das alle Personen die jünger als 40 Jahre aussehen ihre ID zeigen müssen.

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Neuer Tag

Der nächste Tag brachte ein neues Projekt. Auf dem Weg zurück ans Meer machten wir einen Abstecher in die Oregon Caves, ein Höhlensystem an der Grenze zu Kalifornien. Just in Time für eine Führung erreichten wir die Höhle im hintersten Winkel eines Tals. Unser Guide war Ranger Billy und unsere Gruppe zählte 13 Köpfe.

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Ranger Billy

90 Minuten lang erkundeten wir die Höhle und lernten dabei einiges von Ranger Billy. Mit in der Gruppe war Scott aus San Diego. Scott hat gerade die TV Doku „ Long Way Round“ gesehen. (Die Schauspieler und Freunde Ewan McGregor und Charly Booreman fahren 2004 mit zwei Motorrädern um die Welt via einer ähnlichen Route wie wir) Somit war Scott ganz aus dem Häuschen, als er von unserer Reise erfuhr. Scott träumt schon lange von einer solchen Reise. Seine Frau ist aber ab der Idee “not very amused”. Ein anderes nettes Ehepaar aus Florida schenkte uns Früchte und wünschte gute Reise. Allgemein sind die Amerikaner sehr aufgeschlossen und interessiert an dem was wir machen. Am späteren Nachmittag passierten wir die Grenze zwischen Oregon und California. Und plötzlich wird man sich bewusst, wo man sich eigentlich gerade befindet. Mit dem eigenen Motorrad auf dem legendären Highway 101 in Kalifornien. Awesome!

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It never rains in California…

Am nächsten Tag gings ab in die Botanik Bäume anschauen. Nicht irgendwelche Bäume, sondern richtig, richtig grossen Bäume. Im Redwood National Park wachsen diese riesigen Bäume. Nicht nur sind die Redwoods unglaublich hoch und dick, sie sind auch mitunter bis zu 2000 Jahre alt.

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Bäumig

Als Jesus im Stall von Bethlehem auf die Welt kam, wuchs ein kleiner Spross am anderen Ende der Welt. Faszinierend! Aber im Redwood Nationalpark gibt’s nicht nur Bäume, sondern auch massig Farn. Im Farn Canyon wächst das grüne Zeugs an 1o Meter hohen Felswänden. Wirklich sehr schön und einen Abstecher wert.

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Fern Canyon

Weiter südlich befindet sich die Avenue of Giants. Eine gut ausgebaute Strasse führt durch eine besonders grosse Anzahl mächtiger Redwoods. Hier gibt es zahlreiche Drive Trough Bäume. Wie der Name sagt, grosse Bäume mit einem Loch, durch welches man gegen Entgelt fahren kann. Auch wir liessen es uns nicht nehmen fuhren für 8 $ durch einen dieser Bäume. Die ganze Avenue of Giants ist sehr touristisch und gesäumt von Souvenirshops. Von Yeti Artefakten über Bärentatzen-Rückenkratzer bis hin zum mystischen Indianerschmuck gibt es alles zu kaufen. Wir entschieden uns für einen Hotdog.

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Souvenirshop in einem Baum

Bei Leggett geht von der 101 die Nummer 1 ab. The One. An der äussersten Kante der Küste schlängelt sich diese Strasse dem Pazifik entlang und offenbart spektakuläre Aussichten Kehre nach Kehre.

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Traumhaft

In Fort Bragg waren wir gerade am Tanken, als die zwei Engländer, welche im selben Container waren, neben uns hielten. Nach abgeschlossenen Reparaturen sind sie seit wenigen Tagen unterwegs und haben uns bereits eingeholt. Sie hatten es eilig, denn ihr Tagesziel war San Francisco. Wir fanden San Francisco kann noch warten und checkten im Motel neben der Tankstelle ein. Awesome!

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Und tschüss

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