Es ist vorbei…

Posted by on 20. October 2013

Mit der Warterei! Nach mehr als zwei Wochen endloser Warterei in Vancouver schien endlich alles im Kasten. Die Bikes sind vom Zoll freigegeben, der Container in ein Lagerhaus transportiert, alle Rechnung beglichen. Kurzum wir konnten endlich unsere Bikes abholen.

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Endlich! Unser Container

Vorgängig haben die zwei Engländer und wir uns gegenseitig aufgezogen, welches Bike starten wird oder eben auch nicht. Daniel und ich waren uns unserer Sache ziemlich sicher und hielten mit Sticheleien nicht zurück. Auf dem Weg zum Container erreichte uns die Nachricht, dass zwei der Bikes im Container umgefallen seien und Öl ausgelaufen sei. Hastig und beunruhigt machten wir uns im Taxi auf den Weg ins Lagerhaus. Dort stellte sich heraus, dass bei der einen KTM der Seitenständer nachgegeben hat und somit die eine KTM auf die Andere fiel.

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Ladungssicherung?

 

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Eingeknickter KTM Seitenständer – Da hat KTM am falschen Ort Gewicht gespart

Dies alles wäre gar nicht mal so lustig, hätten die zwei Engländer uns nicht zwei Tage vorher über unsere Haupständer aufgezogen…

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Man beachte den sicheren Stand unserer Motorräder auf dem Haupständer

Wir hatten ja gross angekündet, dass unsere Bikes laufen werden. Nach ein paarmal örgeln sprang meine R ohne Probleme an, kurz gefolgt von Daniels Z.

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Wieder vereint

Erwartungsgemäss sprangen die zwei KTM’s nicht an und wurden im Lastwagen zum Mechaniker gefahren. Der Fünfte im Container fuhr eine Honda Transalp, welche mit einer toten Batterie ankam. Trotz redlichem Überbrücken durch Daniels Z, wollte die Transalp nicht anspringen. Somit fuhren von 5 Bikes genau unsere zwei Yamahas vom Platz. Erster Halt war die Tankstelle, zweiter Halt war Moto Carter in Downtown Vancouver. Flink wurden Reifen, Öl und Ketten ( Danke Marcel und Markus) getauscht und 3 h später hatten wir wieder zwei perfekte Motorräder.

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Moto Carter Vancouver

Daheim sortierten wir unser Gepäck und wuschen die zum Teil doch ziemlich muffigen Sachen.

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Leichter Schimmelbefall des Essgeschirr

Am nächsten Morgen luden wir unsere Bikes. Zwar sassen nicht mehr alle Griffe so routiniert wie am Schluss in Russland, aber dennoch gings immer noch Flott von der Hand. Wir verabschiedeten uns vom Hausabwart, welcher uns noch ein paar warnende Worte betreffend Mexico auf den Weg gab (fängt das wieder an….). Bei dichten Nebel machten wir uns auf den  Weg Richtung Süden an die kanadische-amerikanische Grenze.

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Der Name ist Program

Man hört ja viel und liest noch mehr über Grenzen. Über die Grenze der USA liest man von “Interessiert keinen” bis ” Die lassen dich als Motorrad Vagabund nicht rein”. Bei uns wars Ersteres. Wäre keine Schlange gewesen, das ganze Prozedere hätte uns nur 10 Minuten gekostet. Mit Schlange eine Stunde. Brav haben wir unsere Fingerabdrücke gegeben und im Gegenzug ein 3 Monate Visum bekommen. Für die Motorräder und deren Gepäck hat sich auch auf Nachfrage niemand interessiert. Zufrieden über den glatten Zollübertritt cruisten wir auf dem Interstate 5 Richtung Seattle, bevor wir kurz vor Seattle nach Westen auf die Whidbay Insel abbogen. Die Temperatur war mässig, dafür die herbstlichen Wälder sehr schön.

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Scenic drive with scenic bridge – Deception Pass Bridge

Bei Coupeville nahmen wir die Fähre Richtung Port Townsend. Wenige Meilen nach Townsend beginnt der Great Pacific Highway 101. Dieser führt 2478 Kilometer von Washington State entlang der pazifischen Küste bis nach Los Angeles Californien. Unser Weg, unser Ziel.

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One oh One

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