Prinzessin auf der Erbse

Posted by on 2. August 2013

Unsere Tage in Thailand sind gezählt. Nach unserem Trip ins Grüne in Chang Mai bleiben uns noch 4 Tage in Bangkok bevor wir in die getrennte Auszeit von der Auszeit der Auszeit gehen. Wieder einmal wurden wir im Reisebüros unseres Vertrauens vorstellig. Rauskam ein Tagesausflug nach Ayutthaya, der ehemaligen Königs- und Hauptstadt. Ein paar Tempel und Buddhas anschauen war das Motto des Ausfluges.

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Tempel mit Buddha

Früh morgens wurden wir mit dem Minibus abgeholt. Es folgte eine längere Fahrt durch Bangkok um all die anderen Touristen aufzuladen. Unter anderem gesellte sich eine Kanadierin, asiatischer Abstammung, dazu, welche schon frühmorgens ziemlich sauer aus der Wäsche guckte, da sie eine Halbestunde warten musste.
Ein ätzendes Problem des Reisens ist der sogenannte Reisesmalltalk. Von wo kommst du, wohin gehst du? Dazu kommen die einsamen Reisenden, welche nur auf den Knochen warten um ihre Geschichte loszuwerden. Zur letzteren Spezies gehörte die Kanadierin, ja sie war schon mal in der Schweiz, ja sie ist auf einem Trip zu ihren Wurzeln in Asien, ja sie konnte wegen der Verspätung des Minibuses nicht frühstücken….
Nach 1 ½ h Busfahrt erreichten wir den ersten von insgesamt sechs Tempeln. Da haben wir uns wahrscheinlich ein bischen übernommen. So viel Kultur an einem Tag ist schon eher ungewöhnlich. Brav horchten wir den Ausführungen des Tourguides betreffend der Geschichte der Tempel. Ich würde an dieser Stelle diese auch gerne weitergeben, leider konnte ich sie mir schlichtwegs nicht merken.

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Tempel mit geköpften Buddhas

Die saure Kanadierin stürmte seit Tempel Nummer 2, dass sie gerne Elefanten reiten möchte, da ihr Reisebüro ihr versprochen hatte, dass dies möglich wäre. Der Guide versprach ihr, dass dies tatsächlich nach dem Mittagessen und Tempel Nummer 4 möglich sei. Mittagessen bestand aus Reis, Omelette, Gemüse und Sweet and Sour Chicken. Die Kanadierin blickte hochnäsig auf das Essen, fragte ob das alles sei, rümpfte die Nase und verschwand ohne etwas gegessen zu haben. Während wir Tempel Nummer 5 und 6 bestaunten konnte die griesgrämige Nordamerikanierin endlich Elefanten reiten. Und ratet mal obs ihr gefallen hat?

Der Typ der Fotos von den Leuten auf dem Elefanten macht ist unfähig!

Der Elefantentreiber hat mit dem Stock dem Elfanten auf den Kopf geschlagen!

Der Elefantentreiber wollte Geld für ein Foto!

Der Elefantenritt war zu teuer!

Gelinde gesagt es hat ihr gar nicht mal so gut gefallen. Janu kann man wohl nicht viel machen.

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Tempel mit Kampfhähnen

Rückfahrt war unspektakulär und endete mit dem letzten Gemotze der Kanadierin, da sie nur in der Nähe des Hotels abgeladen wurde. Ich hoffe schwer für sie, dass sie nur einen schlechten Tag hatte!
Thailand ist ja berühmt für seine Massagen. Immer wieder werden wir auf der Strasse angesprochen ob wir nicht eine „Massage Boom Boom“, eine „Massage with happy ending“ oder eine „dirty massage“ wollen. Immer haben wir höflich abgelehnt. Nach dem harten Jungeltrekking gönnte sich Daniel eine Fussmassage und war vom Resultat sehr angetan. So ich entschied mich im lokalen Spa und Beauty Center eine klassische Thai Massage zu leisten. Zum Aufwärmen gabs eine Runde Tee, anschliessend zog ich das bereitgelegte Massagegewand an. Mein Masseur war ein 50 kg schwerer schmächtiger Mann und so konnte der Spass beginnen. Angefangen wurde mit dem Rücken, welcher intensiv geknetet wurde. Dabei hockte der schmächtige Masseur auf meinem Gesäss. Eine etwas ungewohnte Situation, aber wird schon seine Richtigkeit haben. Als er seine Füsse in meinen Rücken stemmte und dabei mich nach hinten zog, war ich mir ziemlich sicher nie mehr aufrecht gehen zu können. Es knackte in Gelenken, Muskeln wurden bis zum Zerreissen gespannt. Nach einer Stunde intensiven Turnens war Schluss. Für 6 Chf kann man nichts sagen, einzig die anschliessenden Rückenschmerzen wären nicht nötig gewesen.

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Zum Glück hat er mir nicht den Kopf abgerissen…

Im Kino waren wir auch noch und haben Wolverin 3 D geschaut. Das spannendste am ganzen Film war der Anfang, als man zur thailändischen Hymne aufstehen musste. Zu bedeutungsgeschwängerten Bildern des Königs, untermalt mit dramatischer Musik, verneigten wir uns vor dem wunderschönen Thailand.

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