The Black African

Posted by on 31. May 2013

Am Bikerfest Omsk traffen wir ja unter anderem Igor von Biysk. Igor fährt eine schwarze Honda Africa Twin, desshalb auch sein Nickname Black African.

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Igor “The Black African” und sein Freund Mongol

Wir wurden von Igor eingeladen, wenn wir von Barnaul Richtung Altai und mongolische Grenze fahren bei ihm vorbeizuschauen. Gesagt getan, wir verliessen unser Stundenhotel in Barnaul, sagten Lebewohl in der Bikerbar, machten einen RvsZ Kleber an die Wand un fuhren gegen Osten.

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What a good time in Barnaul!

In Bisysk angekommen riefen wir Igor an und mittels MMS teilten wir unsere Position mit. Keine 5 Minuten später stand ein freudigiger Igor auf Platz. Come Bikers Come! Sagte er nur und führte uns zu seinem Haus in einem Vorort von Biysk. Igor hat einen eigenen Spenglereibetrieb und somit eine grosse Garage für die Bikes. Angekommen hiess es zuerst Kleider abziehen und an den Mittagstisch sitzen. Igors Frau kochte feinstes Ghackets mit Hörndli. Anschliessend schickte Igor seinen 11-jährigen Sohn mit dem Minichopper Bier holen, während er den Kärcher parat machte.

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Keiner zu klein ein echter Easyrider zu sein

So tranken wir Bier und die Bikes wurden gründlich gereinigt, was sie auch dringend nötig hatten.

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Wie neu!

Igor war als Soldat von 1988-1990 in der ehemaligen DDR stationiert und spricht noch ein paar Brocken Deutsch. Wir schauten fasziniert sein Album aus seiner Soldatenzeit an, wärend Igor die Sauna einheizte. Dann hiess es entkleiden und nackt in die wohlig warme Sauna hüpfen. Nach einigen Aufgüssen wurde aus wohlig warm sehr sehr heiss und mein Herz pochte bereits im Hals und der Blick verengte sich. Dabei hatte der Spass noch gar nicht begonnen. Eine Peitsche aus Laubzweigen wurde mit Wasser benetzt und erhitzt. Anschliessend wurden wir mit dieser heissen Peitsche – ja genau- ausgepeitscht. Ich war mir nicht immer sicher ob ich es lebend aus dieser Dampfhölle schaffe. Igor als alter Hase war voller Enthusiasmus bei der Sache und peitschte sich selber als gäbe es kein Morgen! Endlich war Programwechsel und wir hockten in den Vorraum wo wir uns mit Shampoo einseiften und mit grossen Kübeln übergossen. Langsam normalisierte sich mein Puls wieder und der Blick klarte auf. Entspannt in Unterhose hockten wir vor dem Haus auf einer Bank und langsam setzte auch dieser wohlige Effekt der Sauna ein.

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Was für ein Spass

In der Zwischenzeit hat Igors Frau ein leckeres Borsch (russischer Eintopf) gekocht und so hockten wir in Unterhose beim Z’nacht. Wir gingen früh ins bereits hergerichtete Bett. Nach einem herzhaften Frühstück verabschiedeten wir uns und wurden von Igor noch bis zur Stadtgrenze begleitet. Im strömenden Regen kurvten wir durch eine der schönsten Gegenden, den Altai. Hohe Berge, wilde Flüsse und saftiges Grün. Bei Sonnenschein eine absolute Traumlandschaft. Als es jedoch auch noch anfing zu schneien, wünschte ich mir nichts anderes als Igors Sauna zurück. Spaciba Igor und Familie!

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Sag mir wo die Sauna ist, wo ist sie geblieben….

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