Welcome to Kasachstan

Posted by on 1. May 2013

Welcome to Kasachstan! Sagt der keine 25 Jahre alte Offizier der Hafenpolizei mit seinem eindrücklich grossen Hut. Drückt einen fetten Stempel auf unser Laufblatt und wir fahren in Kasachstan ein. So einfach?

Rückblende Samstag 27. April 2013. Nach einer Nacht auf See laufen wir um exakt 20 Uhr im Hafen von Aktau ein. Voller Vorfreude werfen wir uns in Montur und gesellen uns zu den wartenden Lastwagenchauffeuren in der Schiffskombüse. Nach einer Stunde nichts tun werden wir via Aussenleiter vom Schiff eskortiert. Unten angekommen begrüsst uns ein keine 25 Jahre alter Offizier mit eindrücklich grossen Hut. Wir werden in Busse gepackt und zum Immigration gekarrt. Angekommen und innerhalb einer Stunde den Stempel aufs Visa gekriegt. Läuft super. Nach einer weiteren Stunde zurück zum Schiff, Motorräder Satteln und abfahrt. Bis zum Schlagbaum. Es heisst wir müssten noch eine Stunde warten, dann sei alles paletti und der Weg frei. Morgens um ein Uhr wird uns nach 5 h am Hafen mitgeteilt, dass heute nichts mehr wird mit Coustom. Der Typ mit dem Stempel fehlt. Wir werden in ein schäbiges Loch gekarrt, werfen uns ins Bett und schlafen erschöpft ein.

dscn1048

Notlösung für eine Nacht

Sonntag 28. April 2013. Pünktlich steht der Taxifahrer um 9.30 Uhr in unserem Zimmer und animiert uns zum Aufbruch. Denn um 10 Uhr gibt‘s den Stempel. Garantiert. Pünktlich um 10 Uhr nehmen wir Platz auf den Sesseln in der Empfangshalle. Ausser uns sind nicht viele Leute hier. Es kommen zwei französische Radfahrer an, welche sagenhafte 4 Tage vor dem Hafen Aktau geankert haben bis das Boot endlich anlegen konnte. Da haben wir nochmals Glück gehabt. Nach 2 h warten kommt per Telefon die Mitteilung, der Mann mit dem Stempel kommt erst morgen nach dem Mittagessen. Unser Taxichauffeur, welcher uns mächtig abzockt, gerufen und eine bessere Bleibe bezogen. Da der Taxichauffeur noch nie ein funktionierendes WC gesehen hat, entschliesst er sich kurzerhand auf den Rand zu Seichen. Dumme Siech das. Den Rest des Tages schauen wir Aktau an. Aktau ist eine ehemalige Riviera der alten Sovietunion und glänzt mit einer schönen Meerpromenade.

dscn1074

WW2 Denkmal

29. April 2013: Pünktlich um 13 Uhr holt uns der Taxichauffeur ab and guess what? Er pisst wieder auf den Rand. Gottverdammi nomal! Am Hafen ist der Mann mit dem Stempel prompt zur Stelle und gegen eine Gebühr gibts den Stempel  auch. Wir satteln auf und fahren zum Schlagbaum. Der Polizist schüttelt nur den Kopf und zeigt auf ein Haus, welches mit Coustom angeschrieben ist. Wäre auch zu schön gewesen.  Wir parkieren die Motrräder und trotten lustlos ins Coustumgebäude. Dort werden uns zwei Fomulare zu Deklaration unseren Güter ausgedruckt. Wir füllen emsig aus. Anschliessend müssen wir wieder in ein anderes Gebäude um alles zweifach zu kopieren. Zurück in Coustom heisst es der Computer sei kaputt. Weiter gehe es erst um 18 Uhr. Nach einer endlosen Warterei ist es 18 Uhr und wir warten nochmals eine Stunde im Coustumbüro, bis ein lokaler Schieber die Dame, welche den ganzen Tag nichts getan hat ausser sich mit Hilfe ihrer Natelkamera zu schminken, davon zu überzeugen kann uns doch abzufertigen. Einziges Problem, die Dame weiss nicht wie man einen Computer bedient. Und so kommt es das wir der Dame Schritt für Schritt sagen was sie wo einzufüllen hat. Kompetenz sieht anders aus. Am Ende kommen zwei Kopien des Formulars welches wir schon um 14 Uhr ausgefüllt haben heraus. WTF?! Es gibt einen mickrigen Stempel. Wars das? Nein natürlich nicht! Passport Kontroll steht auf dem Programm. Welcome to Kasachstan! Sagt der keine 25 Jahre alte Offizier der Hafenpolizei mit seinem eindrücklich grossen Hut. Drückt einen fetten Stempel auf unser Laufblatt und wir fahren um 20 Uhr in Kasachstan ein. So einfach!

dscn1079

Das ist Kasachstan

 

Leave a Reply